Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

maxmoebius @, Mittwoch, 25.04.2012, 08:13 (vor 2731 Tagen)
bearbeitet von maxmoebius, Mittwoch, 25.04.2012, 08:33

Hallo allerseits.

Meine Frau und ich (nicht verheiratet, aber 2 Kids) wohnen in Berlin zur Miete (Hauptwohnsitz) und haben uns (auf Kredit) ein kleines Haus mit Garten im Umland (90 km entfernt) gekauft, in dem wir gerne spätestens nach unserer Berufstätigkeit unseren Lebensabend verbringen und uns zum Teil selbst versorgen wollen. Wir betrachten dies als eine Form der Alterssicherung, da wir im Sozialbereich arbeiten und keine hohe Rente zu erwarten haben. Unseren Widerspruch gegen den Zweitwohnsteuerbescheid haben wir u.a. damit begründet, dass wir es unsinnig finden, „eine (z.B. durch Währungs- oder Wirtschaftskrisen gefährdete) unsichere kapitalgedeckte private Altersversorgung wie die Riester-Rente staatlich durch Zuschüsse zu fördern, die von uns gewählte sicherere (weil auf realen Werten beruhende) Alternative aber durch zusätzliche Steuern zu belasten“. Letztlich verzichten wir schließlich auf diese staatlichen Zuschüsse, weil wir uns beides zugleich nicht leisten können. Weiß jemand, ob diese Argumentation schon mal irgendwo be- oder verhandelt wurde oder eine Klage evtl. Aussicht auf Erfolg hätte>

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Alfred @, Mittwoch, 25.04.2012, 10:55 (vor 2731 Tagen) @ maxmoebius

Soweit mir bekannt: In dieser Form noch nicht. Aber vergleichbare Argumentationen hat es durchaus gegeben. Sie blieben erfolglos.

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Himbim13 @, Donnerstag, 26.04.2012, 18:52 (vor 2730 Tagen) @ maxmoebius

» fördern, die von uns gewählte sicherere (weil auf realen Werten beruhende)
» Alternative aber durch zusätzliche Steuern zu belasten“. Letztlich
» verzichten wir schließlich auf diese staatlichen Zuschüsse, weil wir uns
» beides zugleich nicht leisten können.

In diesem Staat wird jeder aufrechte, sparsame und für sein Alter vorsorgende Mensch bestraft. Welche Lügen uns diese Politiker täglich auftischen ist schon nicht mehr fassbar.Solange wir diese Politiker aber wählen geschieht es uns doch zu Recht. Diese Steuer muss weg! Aber bedauerlicher Weise beweist sich wieder der "Deutsche Michel" in seiner Kadavergehorsamkeit. Ja, in diesem Forum wird wird ein solches Tun (Erhebung dieser Steuer)sogar als berechtig angesehen, denn, infolge Ihrer Sparsamkeit und Ihren Verzicht, beweisen Sie doch, dass Sie finaziell dazu in der Lage sind (s. Urt. des BVerwG). Im übrigen möchte ich mich hier nicht ständig wiederholen (s.Himbim13). In Bayern haben sich Menschen gefunden, die sich gegen diese Steuer wehren (IG. Freunde für Bayern).Die nächsten Landtagswahlen sind nicht mehr weit entfernt.

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Alfred @, Donnerstag, 26.04.2012, 20:15 (vor 2730 Tagen) @ Himbim13

» Kadavergehorsamkeit.
Was ist denn das>

» Im übrigen möchte ich mich hier nicht ständig wiederholen (s.Himbim13).
Ein löblicher Entschluss, denn dadurch wird es auch nicht besser.

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Himbim13 @, Sonntag, 29.04.2012, 17:44 (vor 2727 Tagen) @ Alfred

» »
»»
»» ...., denn dadurch wird es auch nicht besser.

Ob es besser wird oder nicht sei dahingestellt.
Auch ein steter Tropfen höhlt den Stein.
Es dauert vielleicht etwas länger.
Zumindest kann man aus dem bisher Diskutierten
erkennen, wie Sparsamkeit, Fleiß und Verzicht
ihre staatliche Anerkennung finden.
Wie diese Menschen von den Politikern betrogen werden,
wenn sie deren Forderungen folgen.
Darüber hinaus wird doch eindeutig, dass
wer sein Geld verprasst und später die soziale
Hängematte in Anspruch nimmt viel besser angesehen ist,
wie die Menschen die verantwortungsvoll für ihr Alter
vorsorgen. Wer, alleine aus dem Vorhandensein
einer Nebenwohnung (Ferienwohnung) davon ausgeht, dass
der Eigentümer einer solchen Immobilie unbeschränkte
Finanzmittel zur Verfügung hat kennzeichnet seine IQ doch
selbst. Ist es nicht so, dass der Inhaber einer solchen Teil-Immobile von vielleicht nicht einmal 30qm ständige laufende Ausgaben zur Werterhaltung hat. Aber was soll es „linke Socken“ vertreten eben immer noch den Standpunkt „Eigentum ist Diebstahl am Volk“
soweit es nicht das Eigene betrifft.

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Alfred @, Sonntag, 29.04.2012, 19:43 (vor 2727 Tagen) @ Himbim13

» Auch ein steter Tropfen höhlt den Stein.
Aber nur, wenn er präzise immer wieder auf den gleichen und insbesondere den richtigen Punkt trifft. Sonst ist das nicht zielführend.

» Wer, alleine aus dem Vorhandensein einer Nebenwohnung (Ferienwohnung) davon ausgeht, dass der Eigentümer einer solchen Immobilie unbeschränkte Finanzmittel zur Verfügung hat kennzeichnet seine IQ doch selbst.
Zusimmung. Dass der Eigentümer einer (selbstgenutzten) Ferienwohnung unbeschränkte Finanzmittel zur Verfügung habe, glauben wohl nur Geisteskranke. Schuld andieser Auffassung könnte u.a .das BVerwG sein. Aber das ist hier nicht der Punkt. Außerdem sollte man immer bedenken, dass (außerhalb Bayerns) die ZWSt mit Masse Personen trifft, die auf ihre Nebenwohnung angewiesen und nicht deren Eigentümer sind.

Zweitwohneigentum als Altersvorsorge?

Himbim13 @, Montag, 30.04.2012, 17:36 (vor 2726 Tagen) @ Alfred

» Außerdem sollte man immer bedenken, dass (außerhalb Bayerns) die ZWSt mit Masse Personen trifft, die auf ihre Nebenwohnung angewiesen und nicht deren Eigentümer sind …….

Und genau deswegen muss diese Steuer weg. Denn diese trifft vor allem den Personenkreis, von denen die Politiker Fortbildung, Mobilität zum Arbeitsplatz und Altersvorsorge predigen. Es sind nicht die Gerichte sondern die Politiker die alleine diesen Unfug beenden können. Denn die Richter sind doch nur die Kostgänger der Politik. Deshalb ist es erforderlich all denen, die von diesen und hier vor allem von den Landes- und Kommunalpolitikern, geschröpften Betroffenen, ihre politische Möglichkeit der Einflussnahme auf zu zeigen. Denn, nur bei Landtagswahlen ist eine politische Einflussnahme möglich, nicht aber bei den Kommunalwahlen, denn da haben die Kommunalfürsten
wohlweislich sich jede Einflussnahme der zu „scherenden Hammel“ verbeten.
Auf diese Sachlage und der einzigen Möglichkeit sich politisch Einmischen entspricht nicht zuletzt auch der Auffassung des jetzigen Bundespräsidenten. Eigenverantwortung in Freiheit!!!!