ZWS in Kiel

chriz597 @, Donnerstag, 24.09.2009 (vor 4752 Tagen)

Guten Abend,
ich habe ne Frage zur ZWS und ich schildere gleich mal meine Situation:

Also ich bin ab dem 19.10 Student in Kiel, habe dort auch eine Wohnung mit ner Freundin zusammen(WG), möchte aber weiterhin mein Hauptwohnungssitz in Flensburg behalten. Hintergrund dieser Geschichte ist, dass meine Mutter eine Steuerklasse hockrückt und im Endeffekt mehr Geld hat, um meinen Unterhalt zu finanzieren, wenn ich meinen Hauptwohnsitz in Flensburg habe, aber in Kiel studiere und dort meinen Zweitwohnsitz habe.
Meine Frage: ist das möglich>
Und zweitens ist es juristisch gesehen legal>
Auch wenn ich ZWS in Kiel bezahlen müsste wäre ich bei einer Kaltmiete von 430 € ca bei einem jährlichen steuersatz von 11% bei überschlagenenen 570 € im ZWS Jahr, wobei meine Mum zugleich 90€ im Monat mehr Geld hätte(insg. also 1080 p.a.). Jmd ne Antwort>

ZWS in Kiel

Alfred @, Donnerstag, 24.09.2009 (vor 4752 Tagen) @ chriz597

Dass der „Hauptwohnungssitz“ – was immer das sein soll -, in FL Einfuss auf ein „Hochrücken in der Steuerklasse“ haben soll, ist Unfug
Die Steuerklassen richten sich (noch) nach dem Personenstand des Steuerpflichtigen. Das mit dem „Hochrücken in der Steuerklasse“ durch Anmelden der Hauptwohnung, in Flensburg - um das geht es hier wohl -, halte ich daher für Humbug..
Was ist legal> Wenn Du Dich vorwiegend in Kiel aufhältst, was ich mal annehme, ist in Kiel Deine alleinige Wohnung oder die Hauptwohnung (im letzteren Fall könnte in Flensburg allenfalls die Nebenwohnung sein. Mal im Menü unter „Hauptwohnung“ nachlesen.

ZWS in Kiel

chriz597 @, Donnerstag, 24.09.2009 (vor 4751 Tagen) @ Alfred

"Eine der Voraussetzungen, um die Lohnsteuerklasse zwei nutzen zu können ist, dass kein Ehegattensplitting angewendet wird. Weiterhin muss mindestens ein im Haushalt lebendes Kind noch Anspruch auf Kindergeld haben (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. bis zum Ende der Ausbildung)."
(http://www.php4u.net/wer-wird-in-steuerklasse-2-besteuert/)

d.h. für mich, dass ich in dem Haushalt gemeldet sein muss, bzw hier mein Hauptwohnsitz gemeldet haben muss, umso meiner Mutter ein "höherrücken der Steuerklasse" zu ermöglichen, also ist das für mich offensichtlich kein Humbug, sag es bitte falls ich mich irre...

Naja die Legalitätsfrage besteht darin, dass der Hauptwohnsitz nach Melderecht, derjenige ist, wo man sich am meisten aufhält, nun kann ja keiner nachweisen, wie oft ich mich in Flensburg aufhalte und ob es so möglich wär zu argumentieren, denn die Lohnsteuerdifferenz und somit Ersparnis, trotz ZWS würde um die 600 euro betragen, anstelle von der lächerlichen 150€ einmaligen Zahlung (Begrüssungsgeld) und ich mich natürlich frage, geht das so>

ZWS in Kiel

Alfred @, Freitag, 25.09.2009 (vor 4751 Tagen) @ chriz597

Nun bin ich wirklich kein Einkommensteuerfachmann und erst Recht kein Steuerberater. Der genannte Internet-Beitrag bleibt jedenfalls zu sehr an der Oberfläche. Ggf. mal einen Steuerberater genauer befragen.
Vielleicht irritiert mich auch nur das „Höherücken“, denn Deine Mutter sollte auch bisher SK II gehabt haben, so dass es – wenn überhaupt – eher um ein „Nicht-Herunterstufen“ geht. Aber auch das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Ausdruck des Sachverhalts, ob ein Kind „im Haushalt“ lebt, ist sozusagen das Kindergeld. Gibt es das nicht, bewegt sich auch nichts in der SK. Und das Kindergeld wiederum hängt nicht von den melderechtlichen Verhältnissen ab.
Was bitte hat die Legalität mit der „Nicht-Nachweisbarkeit“ melderechtlicher Angaben zu tun> Denn ganz offensichtlich ist meine Einschätzung doch wohl richtig, dass Du Dich vorwiegend in Kiel aufhalten wirst und nur zum Zwecke der Steuerersparnis das Ordnungsamt - wahrscheinlich noch dazu unnötig -, belügen willst. Das kannst Du halten, wie Du willst, aber dann brauchst Du nicht um Rat zu fragen.