Nuthetal kassiert ab 2015 Zweitwohnsteuer

Gustav @, Donnerstag, 01.01.2015 (vor 2486 Tagen) @ Rebell

Für 2015 hat der Kämmerer die Einnahmen mit 60.000 Euro bewusst niedrig angesetzt. „Wir sind zunächst nur von 150 Steuerpflichtigen ausgegangen“, sagte er. Grund: In der Satzung sind Ausnahmefälle genannt. Eine Zweitwohnungssteuer wird beispielsweise erst ab einer Wohnfläche von 23 Quadratmetern erhoben.

Exakt hier liegt doch der Schlüssel zum Erfolg ? bei kalkulierten Einnahmemöglichkeiten von 60 000 €uro liegt mal wieder, wie so oft bei den Kommunen der Denkfehler. Allein die Erfassung- die Überwachung - die Ausnahmeregelungen - die zu erwartenden Einsprüche, die Verfolgung und Überwachung von Geldeingang - Aufwendungen an Arbeit und Zeit für eventuelle Zwangsbeitreibung frist garantiert schon mehr auf als ám Schluß in der Kasse sich niederschlagen wird.
Wenn ein Geschäftsmann so denken würde, Einnahmen mit Gewinn verwechseln führt automatisch in die Insolvenz- aber bei den Kommunen wird eben mit anderen Maßstäbden gerechnet.
Nur eine Person in der Verwaltung und die hat bestimmt das ganz Jahr mit der Zweitwohnungssteuer eine Beschäftigung, diese kostet doch bestimmt bei der Bewertung aller erforderlichen Aufwendungen wesentlich mehr als die zu erhofften Einnahmen.

Freunde für Ferien in Bayern e. V.empfehlen: Wenn Erstwohnsitzbürger einen Zweitwohnsitz hat, sollte Kommune mit Erstwohnsitz 50 % und jene Kommune mit Nebenwohnsitz auch 50 % aus dem kommunalen Finanzausgleich Anspruch haben. Bei Anmeldung zum Nebenwohnsitz erhält so oder so die Kommune vom Erstwohnsitzort einen Hinweise - eine unbürokratische Angelegenheit - in einer Zeit wo der Bürger total gläsern reguliert ist, dazu bedarf es keiner Neuregelung!

Bei genauer Betrachtung wäre dieser Vorschlag vom Verein FFFB bestimmt eine ernstzunehmende Alternative ?
Das gesamte Theater mit Abwerbung von Bürgern mit Erstwohnsitz um an die höherend Einnahamen im kommunalen Finanzausgleich zu gelangen würde sich total erübrigen.

Doch es fehlen für solche Entscheidungen die Mehrheiten. In der Regel werden Vorschläge aus der Opposition sofort niedergetrampelt ohne eigentlich Überprüfung - und die Großen Koalitionen wollen mit Ihrer ausgestatten überwältigenden Mehrheit keine Entscheigung treffen, es fehlt einfach der Wille und die Bereitschaft dazu, denn es könnte abgestraft werden bei der nächsten Wahl.
Da die Zwst- Betroffenen grundsätzlich eine Minderheit darstellt ist auch kein Handlungsbedarf gegeben.

Es gibt auch keine rassistischen Auseinandersetzung aber trotzdem werden diese Bürger mit Nebenwohnsitze einfach, von oben bewusst so gehandhabt, diskriminiert - eine Umerziehung ist nicht gescheitert aber auch nicht erfolgreich praktiziert!!!

Hat denn jemand eine Ahnung ob es in Amerika oder sonst aauf einem außereuropäischen Kontinent den Begriff "Bürger mit Nebenwohnung" gibt?

Wenn ja, dann ist alles OK, denn unsere Angie ist Amerikahörig in allen Fragen - das wird sogar indirekt mit der Neu-Jahresansprache bestätigt.
Danke Prosit Neu_Jahr auch in diesem Forum.


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