Wiesbaden hat Geschäftsmodell Zweitwohnungssteuer entdeckt

Rebell @, Donnerstag, 03.12.2015 (vor 1761 Tagen)

Durch diese kommunale Aufwandsteuer können voraussichtlich rund 700.000 Euro Steuereinnahmen für den städtischen Haushalt realisiert werden. Darüber hinaus rechnet das Kassen- und Steueramt ab dem Jahr 2018 mit erhöhten Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen aufgrund des erwarteten Anstiegs von Hauptwohnsitzen in Folge der Einführung der Zweitwohnungssteuer. Als Bemessungsgrundlage für die Zweitwohnungssteuer wird die Kaltmiete beziehungsweise die geschätzte Kaltmiete zugrunde gelegt.
Derzeit sind rund 27.100 Personen mit Nebenwohnsitz in Wiesbaden gemeldet. Es wird davon ausgegangen, dass nach Einführung der Zweitwohnungssteuer die Zahl der Nebenwohnsitze drastisch auf 1.900 zurückgeht. Die Zahl der Hauptwohnsitze wird sich voraussichtlich um 12.500 erhöhen. Die übrigen Nebenwohnsitze werden ersatzlos abgemeldet.

Ganz einfaches Rechenbaispiel 1 900 Zweitwohnungen = 700 000 € Zweitwohnungssteuereinnahmen. Dazu allerdings Aufwendungen in Höhe von rund 400 000€ ergibt aus der Zwst nur einen Ertrag von € 300 000.-

Aber

Durch Ummeldungen in Erstwohnsitze höhere Einnahmen im kommunalen Finanzausgleich = pro Erstwohnsitzbürger € 1000 = Mehreinnahmen von
insgesamt 12 500 000.€

Solche Geschäftsmodelle dürfen sich Kommunen doch nicht entgehen lassen?


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