Petersberg verzicht wegen Verwaltungsaufwand

Rebell @, Mittwoch, 04.01.2023 (vor 27 Tagen)

In Petersberg wird auch künftig der Zweitwohnsitz nicht besteuert. © Andreas Warnecke/dpa
Sie war noch nicht einmal eingeführt, da ist sie auch schon wieder gekippt: die Zweitwohnungssteuer in Petersberg. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung musste sich die CDU deshalb Kritik und ein wenig Häme gefallen lassen.
Petersberg - Zehn Prozent der Jahres-Netto-Kaltmiete hätte die Zweitwohnungssteuer in der Fuldaer Stadtrandgemeinde Petersberg betragen sollen. Das Ansinnen zumindest hatte die CDU mit einem Antrag in der Debatte zum Haushalt 2022 verfolgt. Durchgegangen war dieser mit der eigenen Mehrheit von 14 Stimmen gegen 12 Nein-Voten und 8 Enthaltungen. Mit 10.000 Euro Mehreinnahmen hatten die Christdemokraten durch die Steuer gerechnet, von der Studenten und Wohnungen im sozialen Bereich ausgenommen sein sollten.
Fulda: Zweitwohnungssteuer in Petersberg gekippt - zu viel Bürokratie

Jetzt folgte die Kehrtwende: „Es ist besser, die Einsicht kommt spät als nie“, lautete der Tenor der Skeptiker. Sachlich auf den Punkt brachte es CWE-Fraktionsvorsitzender Rainer Dargatz: „Schon bei der Beratung im Januar haben wir die Zweitwohnungssteuer abgelehnt, weil der Ertrag in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand steht. Man muss bei solchen Vorhaben von vornherein mal auf die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit schauen“, betonte Dargatz.

Es kommt selten vor, dass Kommunalpolitiker mit Verstand reagieren - in der Regel wird nur Macht demonstriert!

Quelle https://www.fuldaerzeitung.de/autoren/16888/


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