18 % im KFAG - und nur 5 % bei Zweitwohnungssteuer

Rebell @, Sonntag, 14.12.2014 (vor 2478 Tagen)

das ist wohl der Grund die Zweitwohnungsbesitzer so zur Kasse zu bitten.
Für jeden Erstwohnsitzbürger bekommt die Kommune im kommunalen Finanzausgleich 18 % während die Zweitwohnungssteuer nur 5 - 10 oder 20 % Erträge aus dem Mietwert der Wohnung in die Finanzkasse einer Kommune einbringt.

Beispiel A: Ein Zweitwohnungsbesitzer mit einem Jahres- Einkommen von
150 000 € zahlt im Durchschnitt etwa € 500.- oder gar € 1000 für die Zweitwohnungssteuer.

Beispiel B: der gleiche Bürger meldet sich mit Erstwohnsitz in einer Kommune an dann bekommt diese aus dessen Einkommen € 27 000.

Lassen wir mal das Meldegesetz ganz außer acht, denn ein Rentner mit deratigem Einkommen hätte jederzeit die Möglichkeit überwiegend am Zweitwohnsitz zu residieren.

Solche Vorstellungen sind in den Köpfen von Führungspolitikern und Verantwortlichen in den Kommunalverbänden anzutreffen, wen wundert es nun, dass man an dieser Zweitwohnungssteuer festhält ?

Würde man allerdings einer generellen Regelung zustimmen, wo die Erstwohnsitzgemeinde 50 % bekommt im Falle eines Zweitwohnsitzes und die Kommune mit dem Zweitwohnsitz erhielt sodann auch 50 %

Bei 18 % im KFAG würde sodann jede Kommune für diesen Bürger 9 % erhalten - bei einem Jahreseinkommen von nur € 100 000 bekäme im Fall die Gemeinde auch € 9000 und im Fall B auch € 9 000 - damit wäre doch der Rollentausch uninteressant und das gegenseitige Abjagen von Erstwohnsitzbürger ebenfalls nicht mehr so interessant.

Wer wundert sich also noch warum von den Politikern diese Regelung abgelehnt wird?
Die Sache ist einfach zu erklären, von den allermeisten Politikern geht man davon aus, wer sich eine Zweitwohnung leisten kann - dem ist auch die Zweitwohnungssteuer zuzumuten.
Schlußfolgerung von Kommunen: Wer nicht bereit ist oder zu wenig verdient sollte sich es nicht erlauben eine Zweitwohnung zu unterhalten.
solche Bürger sind nicht erwünscht!!
Hinweis an alle die sich überlegen ob man sich als Rentner im Ort der Zweitwohnung mit Erstwohnsitz niederlässt- kann somit nachrechnen wem er die Einnahmen aus dem KFAG lieber zukommen lässt!

In welcher Kommune wird mehr Misswirtschaft betrieben - dort sollte er sich unbedingt niederlassen umd den Abbau der Schulden zu unterstützen- reiche Gemeinden sind nicht immer auf jeden Reichen angewiesen ???


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