ZWSt Magdeburg - Widerspruch gegen Höhe

Fiehnchen @, Sonntag, 14.09.2008, 11:20 (vor 4317 Tagen)

Hallo,

ich hab ein Problem bezüglich der Zweiwohnsitzsteuer in Magdeburg. Vom 01.07.06-30.09.07 hatte ich in Magdeburg ein kleines Wohnheimzimmer, welches ich als Zweitwohnsitz angemeldet habe (Hauptwohnsitz bis Mai 07 bei meinen Eltern). Im laufe dieses Zeitraumes habe ich keineFestsetzung oder der gleichen bekommen.
Im August 07 habe ich meinen Nebenwohnsitz zum 30.09.07 abgemeldet und habe dann erst im Oktober 07 eine Festsetzung der Nebenwohnungssteuer bekommen.
Das seltsame an dem Schreiben ist, dass die Abmeldung zum 30.09. nicht berücksichtigt wurde (für das gesamte Jahr veranlagt) und dass eine fiktive Jahreskaltmiete von 3000€für ein 12m² Studentenwohnheimzimmer angesetzt wurde.
Da es sehr schwierig und aufwendig ist, gegen die Zweitwohnsitzsteuer anzukommen, habe ich mich dafür entscheiden, diese zu zahlen; jedoch in richtiger Höhe und richtigem Zeitraum.
Ich habe fristgerecht Widerspruch eingelegt, die Aussetzung der Vollziehung beantragt und eine Neuberechnung der Steuer mit den richtigen Daten und Zeitraum verlangt.
Außerdem kommt noch hinzu, dass ich seit Mai 07 verheiratet bin und den Hauptwohnsitz mit meiner Frau nicht in MD habe. Also bin ich gemäß der Satzung der Stadt Magdeburg ab Mai nicht Zweiwohnsitzsteuerpflichtig (bin Student). In dem Widerspruch habe ich auch noch mal darauf hingewiesen, dass ich mich zum 30.09. abgemeldet hatte und die Post an meinen Nebenwohnsitz geht (ehemalige Hauptwohnung bei meinen Eltern).

Auf diesen Widerspruch bekam ich keine Antwort.
Hinzu kommt, dass ich das Widerspruchsschreiben persönlich abgegeben habe und es mir auch quittieren lassen habe.
Im Aug.08 wurde mir eine Mahnung über die ausstehende Zweitwohnsitzsteuer (immer noch falsch Veranlagt) für das Jahr 2008 zugesandt, immer noch an die Adresse bei meinen Eltern.
Nach langem hin- und her hatte ich Ende Aug.08 eine Bestätigung über die Abmeldung zum 30.09.2007.
Anfang Sept. 2008 hatte ich dann wieder Post, diesesmal jedoch von der Gemeinde meines ehemaligen Hauptwohnsitzes. Dort ist eine Ankündigung einer Zwangsvollstreckung der ausstehenden Beträge für das Jahr 2006-2007 eingegangen.
Ich habe dann der Dame von der Gemeinde erklärt, dass dort mein Nebenwohnsitz ist und daraufhin wollte sie es zurück an die Stadt MD schicken.

Nun meine Fragen:
Ist es von der Stadt rechtens die Steuer (in falscher Höhe und falschen Zeitraum) über eine Zwangsvollstreckung einzutreiben, obwohl Aussetzung der Vollziehung beantragt wurde und auf meinen Widerspruch nicht geantwortet wurde>
Wie kann ich weiter vorgehen, zumal ich ja die richtige Steuer zahlen würde>
Kann ich der Stadt Magdeburg meine Aufwendungen für Fahrten, Bearbeitung usw. in Rechnung stellen> Ist ja nicht unerheblich jedes Mal ca. 200km zu fahren um ihnen das Schreiben zu überbringen. Postalisch schließe ich inzwischen aus, da die Schreiben dort scheinbar nicht ankommen.

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!


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